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Neuer Schießstand für die Bundeswehr

In Eschbach hat die Bundeswehr ihren modernsten Schießstand eröffnet mit wenigen Emissionen errichtet.

Eschbach. Am vergangenen Donnerstag wurde der neue Schießstand der Bundeswehr am Flughafen in Eschbach feierlich eröffnet. Dabei handelt es sich um die modernste Schießanlage der Bundeswehr.

Die neue Schießanlage der deutsch-französischen Brigade kostete 21 Millionen Euro und die Bauzeit hierfür betrug fünf Jahre. In der neuen Schießanlage können die Soldatinnen und Soldaten nun unter optimalen Bedingungen Schießen üben. Die Schießanlage besteht aus fünf Schießbahnen, auf denen von Entfernungen von 25 Metern bis 250 Metern geschossenwerden kann.Auf den Bahnen kann mit Pistolen, Maschinenpistolen, Gewehren und Maschinengewehren trainiert werden. Das besondere an der Anlage sind die moderne Technik und die moderne Bauweise. Die Schießstände können über Tablets gesteuert werden. So können auch die beweglichen Ziele, die sogenannte Infanterieaufzielanlage, auf verschiedene Geschwindigkeitsstufen eingestellt werden. Über Richtmikrofone werden auch die Schüsse aufgezeichnet, die am Ziel vorbeigehen. Diese werden auch auf den Tablets angezeigt. So kann der Schütze sehen, wo er vorbeigeschossen hat, und somit an seiner Schusstechnik feilen. Eine weitere Besonderheit stellt der Lärmschutz dar. Obwohl die Schießstände nach obenhin teilweise offen sind, ist außerhalb der Schießbahnen kaum etwas zu hören. Dies wird durch die sogenannte Rasterkassettendecke erreicht. Diese besteht aus speziellen Metallplatten mit Löchern, die den Schall dämmen. Durch die halbgeschlossene Bauweise des Schießstandes würden normalerweise Probleme durch die Schussgase entstehen. Hier jedoch wurde eine spezielle Lüftung eingebaut, so dass für die Schützen keine gesundheitliche Gefahr von den Dämpfen ausgeht.Die Geschosse werden am Ende der Schießbahn in einem Granulat aufgefangen, das nicht so oft gesiebt und gereinigt werden muss, wie es an anderen Schießständen der Fall ist. Die komplette Anlage ist mit WLan ausgestattet. Bevor mit dem Bau des Schießstandes begonnen werden konnte, mussten Zauneidechsen umgesiedelt werden. Die Schießanlage ist für die deutsch-französische Brigade deshalb so wichtig, weil die Soldaten nun standortnah Schießen üben können. Während der Bauphase mussten sie nach Sigmaringen fahren, was viel Zeit kostete. Jeder Soldat muss einmal im Jahr zur Schießübung gehen.Die der Infanterie üben sogar bis zu zweimal monatlich. Laut Reinhold Wiesmüller vom Bundesamt für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr ist die Schießanlage die modernste der gesamten Bundeswehr. Der Kommandeur der deutsch-französischen Brigade in Müllheim, Peter Mirow, meint, dass die Ausbildungsmöglichkeiten in der neuen Anlage besser seien als davor. Ein Raumschiff nannte Kai Ronald Rohrschneider vom Verteidigungsministerium die Anlage hinsichtlich ihres Aussehens und der Technik. Für ihn ist der neue Schießstand eine „Win-win-Situation“: Die Soldaten haben eine bessere Schießausbildung und die Anwohner werden vor dem Lärm geschützt.Michael Maier