Beitrag Detail

Flüchtlingsarbeit in Schopfheim weiter nötig

Integrationsmanagerin Antje Heduschke stellte dem Gemeinderat ihre Arbeit vor

Maulburg. Den größten Zeitanteil der jüngsten Sitzung des Maulburger Gemeinderates nahm das Integrationsmanagement der Gemeinde und die Vorstellung der Kosten der naturnahen Regenwasserbewirtschaftung ein.

Antje Heduschke vom Caritasverband ist seit 2018 als Integrationsmanagerin für die Gemeinde. Ein Bewilligungszeitraum des Förderprogramms wurde vom Land nun auf weitere 24 Monate verlängert, der mit der Caritas bestehende Vertrag kann somit bis 31. August 2022 verlängert werden. Ein Viertel des Stellenanteils stehen der Gemeinde für die Begleitung von Flüchtlingen ohnehin über die Fördermittel zur Verfügung. Die Verwaltung sieht die Erhöhung des Stellenanteils um weitere 25 Prozent als unbedingt notwendig an, um die Integration und Unterstützung der in Maulburg wohnhaften Flüchtlinge im bisherigen Maße aufrecht zu erhalten. Antje Heduschke betreut in Maulburg insgesamt 53 geflüchtete Personen, hier handelt essich um15 Einzelpersonen und neun Familien, darunter 20 Kinder. Die Flüchtlinge stammen aus Syrien, Gambia, Pakistan, Irak, Nigeria,Kamerun und Togo. Die Personenanzahl wird in der Anschlussunterbringung in den nächsten Jahren steigen, dies bedeutet die Erhöhung des Betreuungsbedarfes. Ihr Tätigkeitsgebietumfasstunter anderemdie Eingliederung in Sprachkurse, Integration in denArbeitsmarkt , Regelung von behördlichen Anforderungen, Klärung einer Vielfalt behördlicher Probleme und Vorbereitung der Anschlusswohnungen. Ihre Arbeitssprache ist vorwiegend englisch und französisch. Sie koordiniert die Arbeit Ehrenamtlicher. Auf Frage eines Gemeinderates erklärte Antje Hedusche, dass die Anzahl der Maulburger Helfer, die seit 2015 in der Gemeinschaftsunterkunft in Maulburg tätig waren, auf einen Kern von sechs bissieben Personen geschrumpft sei. Viele Helfer wären davon ausgegangen, dass die Geflüchteten nunmehr in den Anschlusswohnungen keine weitere Unterstützung mehr benötigen. Einstimmig beschloss der Gemeinderat die Verlängerung des Dienstleistungsvertrages mit einer 25-prozentigen Erhöhung des Stellenanteils bis zum 31. August 2022. Die Mittel werden im Haushalt bereit gestellt.

Entwicklung der Regenwasserbewirtschaftung

Planer Harald Güthler vom gleichnamigen Ingenieurbüro berichtete im Anschluss über die Entwicklung der Regenwasserbewirtschaftung, die nun nach zehn Jahren Form annimmt. Die bautechnische Phase der beiden Einleitungsstellen in der Teichmatt und der Waldstraße ist nunmehr abgeschlossen, die technische Ausrüstung soll bis Ende des Jahres fertiggestellt sein. Der Gemeinderat hatte sich vor Jahren für eine innovative Lösung mit Speicherkaskaden und Lamellenabscheider entschieden. Harald Güthler verglich Kostenhochrechnungen aus wissenschaftlicher und aus praktischer Sicht. Insgesamt sind dieBaukostenmit 3,4 Millionen Euro angesetzt. Die konventionelle Lösung mit einem Regenklärbecken wäre 129.000 Euro teurer geworden als ursprünglich geplant, innovative Lösungen seien rund 937.000 Euro günstiger. Sorgen machte sich Bürgermeister Multner über die laufenden Betriebskosten der günstigeren Lösung. Gemeinderat Christoph Schwald freute sich: „Ich bin gespannt auf das Ergebnis des dreijährigen Monitorings. Möglicherweise haben wir hier eine Pilotanlage für andere Kommunen“. Gudrun Gehr