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Zu Silvester Geld sinnvoll verpulvern!

Wochenzeitungen am Oberrhein rufen zur Aktion „Spenden statt Böller“ auf

Wie in vielen Bereichen hat auch im Emmendinger Tierheim Corona den Alltag ganz schön auf den Kopf gestellt. Mit der Aktion „Spenden statt Böller – Geld sinnvoll verpulvern“ wollen die Wochenzeitungen am Oberrhein den Tierschützern und ihren meist vierbeinigen Schützlingen unter die Arme greifen.

„Der Alltag im Tierheim hat sich in Corona-Zeiten zwar auch verändert, aber im Wesentlichen muss alles weitergehen wie bisher“, erklärt Iris Wiedemann, Vorstandsmitglied des Tierschutzvereins. Denn um die Tiere muss man sich nach wie vor kümmern, daran ändert auch Corona nichts. „Im Ernstfall, also wenn sich einer von uns infiziert hätte, dann hätte derjenige – sofern gesundheitlich möglich – seine Quarantäne im Tierheim verbracht, damit alles weiterläuft“, erzählt sie.

Auf Hygiene werde schon immer sehr geachtet, mit der aktuellen Infektionsgefahr nun eben noch mehr. Es wurde umorganisiert. „Leider mussten wir die Jugendgruppe vorerst einstellen. Das waren einfach zu viele Kontakte“, bedauert sie. Ansonsten läuft seit März veränderter Normalbetrieb: Egal ob potenzielles neues Zuhause für einen der Schützlinge oder Gassigeher – Abstand wahren und Maske tragen ist wie überall angesagt. „Der Lockdown im Frühjahr hatte für uns sogar eine positive Seite“, so Iris Wiedemann. Die Leute hatten Zeit, waren zuhause und interessierten sich plötzlich für tierische Mitbewohner. „Die meisten Tiere konnten wir so in ein neues Zuhause vermitteln. Und erfreulicherweise hatten wir auch keine großen Rücklaufzahlen“, freut sie sich.

Die relative Ruhe bei niedriger Belegung wurde genutzt, um längst überfällige Baumaßnahmen durchzuführen. Auch die veralteten und nicht mehr artgerechten Quarantäneboxen für Katzen wurden getauscht. Das kostet natürlich – Geld, das normalerweise unter anderem durch die Versorgung von Pensionstieren in der Urlaubszeit erwirtschaftet wird. 2020 sah da leider mau aus. „Die meisten haben angebrachter Weise ihren Urlaub zuhause verbracht. Nur wenige mussten ihre Tiere zu uns in Pflege geben. Das bedeutet für uns Mindereinnahmen von rund 20.000 Euro“, bilanziert die Tierschützerin. Weitere Ausfälle kommen hinzu: Der Tag der offenen Tür und der Weihnachtsmarkt, bei denen normalerweise viele Spenden zusammenkommen, fallen in diesem Jahr weg. Auch der Verkauf des eigens produzierten Tierheim-Kalenders 2021, der sonst hauptsächlich auf dem Weihnachtsmarkt seine Abnehmer findet, wird in diesem Jahr wohl schwierig werden.

Das Tierheim unterstützen

Um das Tierheim in diesen außergewöhnlichen Zeiten zu unterstützen, rufen die Wochenzeitungen am Oberrhein zur Aktion „Spenden statt Böller – Geld sinnvoll verpulvern“ auf. Um was geht es? Jedes Jahr werden an Silvester Unsummen in Form von Silvesterraketen und Böllern „verpulvert“. Natürlich haben diejenigen Spaß dabei, aber muss das wirklich sein oder ginge alternativ vielleicht auch ein bisschen weniger? Der Umwelt und auch den Ohren der Tiere wäre das sicher Recht…

Wir rufen Sie, liebe Leser, dazu auf, Ihr Geld in diesem Jahr sinnvoll „zu verpulvern“. Verzichten Sie auf einen Teil der Böller – oder auch ganz – und spenden Sie das gesparte Geld an das Emmendinger Tierheim. Die knuffigen Bewohner werden es Ihnen danken!

Spenden statt Böller

Sie möchten bei unserer Aktion mitmachen? Über weisen Sie Ihre Spende unter Angabe des Verwendungszwecks „Spenden statt Böller“ auf das Tierheim-Konto (IBAN: DE83 680 920 000 000 722707). Über die Webseite des Tierheims unter www.tierheim-emmendingen.de können Sie auch direkt per PayPal spenden. Sie möchten einen Tierheim-Kalender 2021? Er ist ab 1. Dezember erhältlich und kann vor Ort im Tierheim erworben werden. Gegen Vorkasse wird er auch per Post nach Hause geschickt.