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Lörrach: Der Bau des Zentralklinikums hat begonnen

 Landkreis Lörrach behält allein die Bauleitung / Bürger können Baufortschritte verfolgen

 Lörrach. Es ist soweit, der Bau des neuen Zentralklinikums hat begonnen. Zwar noch nicht mit ganz großen Aktionen, aber jede Baustelle erlebt schließlich einen kleinen Anfang. Aufgestellt ist das Baustellenschild, ebenfalls die ersten Umzäunungen.

Landrätin Marion Dammann, auch Vorsitzende des Aufsichtsrates der Kliniken des Landkreises, war etwas traurig, dass der offizielle Spatenstich nicht wie vorgesehen durchgeführt werde konnte, aber wenn besondere Festlegungen zur Gesunderhaltung gelten, müssen diese auch beim Krankenhausbau eingehalten werden. Wie Projektleiter Tobias Stolpe sagte, beginnen im Dezember erste Erdarbeiten. Für Februar kommenden Jahres ist der Beginn des Rohbaus für die Versorgungszentrale vorgesehen. Die Stadt Lörrach schuf die rechtlichen Voraussetzungen, sie änderte zunächst den Flächennutzungsplan und erteilte erste Teilbaugenehmigungen. Das Besondere an diesem Gesamtprojekt ist, dass der Landkreis als Bauherr keinen externen Generalauftragnehmer einsetzt, sondern sämtliche Schritte des Baus selbst leiten wird. Damit bleiben die Auswahl der Baufirmen und auch eventuell erforderliche Korrekturen beim Kreis. Vier Personen werden für die Auftragsvergabe und die Einhaltung der rechtlich korrekten Abläufe dabei zuständig sein. Für die weitere Ausführungsplanung sicherte Projektleiter Stolpe die enge Zusammenarbeit mit den künftigen Nutzern zu. Meinungen und fachliche Hinweise seien unbedingt erwünscht, um ein modernes Krankenhaus mit realistischen Verhältnissen zu schaffen. Das betreffe nicht nur die Einrichtung für medizinische Abläufe, sondern auch für Patientenbetreuung. Marion Dammann sicherte zu, dass in mehreren Baustufen interessierte Einwohner Gelegenheit erhalten werden, die Abläufe unmittelbar zu verfolgen. Auf die Vorteile des neuen Klinikums kam Geschäftsführer Armin Müller zu sprechen. Den bedeutenden Vorzug wird der Komplex durch Konzentration erreichen. Es werde keine räumliche Trennung mehr zwischen Diagnostik und Therapie geben, die Behandlung erfolge künftig nach einem neuen organisatorischen Ansatz gegenüber heute. Prinzip werde sein, dass die medizinische Behandlung zu den Patienten kommt. Als erfreulichen Nebeneffekt durch die Platzwahl sieht Müller, dass alle Patientenzimmer deutlich bessere Ausblicke haben werden als derzeit in den Krankenhäusern Lörrach und Schopfheim. Sehr erfreulich sei bisher auch die Zusammenarbeit mit dem Gesundheits- und dem Finanzministerium des Landes. Ausdrücklich lobte die Landrätin, dass sich der Kreistag die begleitende Kontrolle für dieses Großprojekt sicherte. Schließlich habe es ein solches Bauvorhaben des Kreises bisher noch nicht gegeben. Vergleichbar große Krankenhausbauten beziehungsweise Vorhaben gibt es in Baden-Württemberg derzeit in Göppingen, Sindelfingen-Böblingen und Karlsruhe. Vorgesehen ist ein zentrales Krankenhaus auch im benachbarten Kreis Waldshut. Lörrach liegt mit seinem Neubau innerhalb dieser Projekte günstig im Zeitplan. Rolf Reißmann