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Winzerkapelle probt per Zoom

Corona-Folge: Schon seit April letzten Jahres probt die Batzenberger Winzerkapelle digital

Pfaffenweiler. Auch unter Corona-Bedingungen kommt das Vereinsleben bei der Batzenberger Winzerkapelle in Pfaffenweiler nicht zum Erliegen. Seit Beginn der Pandemie hat man sich ganz flexibel an die jeweils herrschenden Vorschriften angepasst und nutzt alle technischen Möglichkeiten, um auch den Probebetrieb aufrecht zu erhalten.  

Dass man während der gesamten Corona-Zeit so an den regelmäßigen Proben festhalten konnte, stärkte letztlich auch die Begeisterung für die Zusammenarbeit im Verein. Auch durch die Tatsache, dass das für den 28. März 2020 geplante Konzert abgesagt werden musste, kam die Probenarbeit in der BWK nicht zum Erliegen. 
Seit dem 6. April 2020 fanden virtuelle Proben per Zoom statt. Hierbei hat Pfaffenweiler den Vorteil, dass am Ort zwei Kommunikationsnetze verlegt sind, die inzwischen eine ordentliche Datenrate ermöglichen. Jede Öffnungsmöglichkeit zu mehr Präsenz bei den Proben wurde genutzt. Ab dem 8. Juni fanden Ensemble-Proben mit jeweils vier bis acht  Personen, verteilt auf vier Räume in zwei Schichten in der Batzenberghalle statt. Dirigent Nicholas Reed ist damals zwischen den einzelnen Gruppen hin und her gependelt. Ab dem 6. Juli gab es dann eine erste Open-Air Gesamtprobe auf dem Parkplatz vor der Batzenberghalle, gefolgt von zwei weiteren öffentlichen Proben auf dem Sportplatz, bevor die fallenden Temperaturen ab September wieder zu Proben in den Räumen der Batzenberghalle zwangen und in der Folge die Coronaentwicklung wie beim 1. Lockdown ab dem 16. November den Übergang zu online-Proben forderte. Das geplante Kirchenkonzert am 1. Advent kam dann leider auch wieder unter die Räder von Corona. Dennoch gibt die BWK nicht auf und bietet ihren Mitgliedern auch über den Winter abwechslungsreiche Proben. Dirigent Nick lässt sich für jeden Montag etwas anderes einfallen, so dass es auch mit den Proben per Zoom nie langweilig wird. Die Mikrofone der einzelnen Teilnehmer sind bei der Probe abgeschaltet. Man probt nach den Anweisungen des Dirigenten und sieht die anderen Musiker auf dem eigenen Bildschirm. Der anschließende Stammtisch, bei dem jeder seinen Wein oder sein Bier zuhause trinkt und der oft bis Mitternacht dauert, hat inzwischen schon Kultcharakter. Dr. Christoph Jehle