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Festdorf Buchholz vom 17. bis 19. Juni

Buchholz feiert 700 Jahre mit Wein- und Erdbeerfest

Waldkirch-Buchholz (hbl). Buchholz feiert vom 17. bis 19. Juni. Der Anlass: 700 Jahre ist es her, seit Buchholz erstmalig im Jahre 1321 in einer Steuerurkunde erwähnt wurde. Das Jubiläumswochenende mit dem Wein- und Erdbeerfest beginnt am Freitag, 17. Juni um 20 Uhr mit dem Festbankett in der Festhalle.

Die Besiedlung geht aber wohl zurück bis um 920, der Zeit der Gründung des Klosters St. Margarethen. Heute gehört das ländlich geprägte Buchholz zur Stadt Waldkirch und zählt 3.035 Einwohner. Buchholz ist eingebettet und wird südlich umschlungen von der Elz, den weit sichtbaren Weinbergen am Rande des Schwarzwaldes und der Rheinebene. In den nahen Rebbergen hat man einen guten Rundum-Blick. Vom Wachtbühl mit seinem hübschen Rebhäuschen sind das Elztal, die Berge und die Rheinebene mit dem Kaiserstuhl gut zu sehen.

Politisch gehört die einstmals selbständige Gemeinde Buchholz mit einer Fläche von 572 Hektar seit der Gemeindereform 1975 zur Stadt Waldkirch. Buchholz hat eine Ortsverwaltung und ein Ortschaftsrat. Ortsvorsteher ist Christian Ringwald. Über die Ortsgrenze hinweg hält seit 1991 der Freundschafts- und Förderkreis Buchholz Kontakte zu weiteren 58 Gemeinden mit dem Namen Buchholz und weiteren in Europa. Eine offizielle Städtepartnerschaft pflegt der Ortsteil Buchholz mit dem französischen Chavanay.


Neue Ortsmitte „Am Drescheschopf“

Die heutige Ortsmitte präsentiert sich seit 2019 in einem neuen Gesicht mit schönem Platz und schattenspendendem Baum. Der Platz „Am Drescheschopf“ beherbergt neben der Ortsverwaltung mit Bürgersaal eine Arztpraxis, Wohnungen für Senioren und Demenzkranke aber auch ein Café zur weiteren Belebung . Auf dem Weg zur S-Bahn-Haltestelle liegt der Alte Friedhof, der als Generationenplatz die Aufenthaltsqualität weiter verbessern soll.


Eine Einkehr in die Gasthäuser bietet sich an. Buchholz hat einen ausgezeichneten Ruf, sodass sich die Gäste hier gerne kulinarisch verwöhnen lassen. Produkte aus der Region inklusive den Buchholzer Nudeln und den Buchholzer Weinen finden sich auf der Speisekarte. Auch zahlreiche Übernachtungsmöglichkeiten gibt es.

Prägender Obst- und Weinbau

Charakteristisch für Buchholz ist der Obst- und Weinbau. Sonderkulturen auf einer Fläche mit 180 Hektar vorwiegend mit Erdbeeren, Himbeeren oder Äpfel stehen für den Waldkircher Stadtteil. Noch stärker ins Blickfeld ist der Weinbau gerückt. Weine, vorwiegend Burgundersorten aus den weit sichtbaren, sonnenverwöhnten Steillagen mit der bekannten „Sonnhalde“, haben sich in der starken Konkurrenz im Weinanbaugebiet Breisgau mittlerweile einen ausgezeichneten Ruf geschaffen, wie die zahlreichen Prämierungsergebnisse zeigen.


1967 wurde die Winzergenossenschaft Buchholz gegründet, später kamen mit den Weingütern Moosmann, Hinn, Nopper und Franz Xaver vier selbstvermarktende Weingüter hinzu. Seit 2007 verstehen die Winzer, ihre Kräfte zu bündeln und über gemeinsame Veranstaltungen und Aktivitäten für den Buchholzer Wein zu werben. Neue, moderne Vinotheken der Weingüter und der WG erleichtern den Kundenkontakt. Oktober 2020 wurde Buchholz als eine von nur zwei Gemeinden im Breisgau als „Weinsüden-Weinort“ ausgezeichnet.

Fest-Programm

Das Jubiläumswochenende mit dem Wein- und Erdbeerfest beginnt am Freitag, 17. Juni, 20 Uhr, mit dem Festbankett in der Festhalle. Ortsvorsteher Christian Ringwald und Oberbürgermeister Roman Götzmann halten die Festreden und Rückblick auf die ehemals selbständige Gemeinde Buchholz. Musikalisch wird die Feier mit dem Klarinettenensemble „Da Capa“ umrahmt. Das Festbankett soll mit einer Überraschung, einem kurzen Filmbeitrag enden, verrät Ortsvorsteher Ringwald. Einlass ist um 19.30 Uhr mit einem Sektempfang.


Am Samstag, 18. Juni, 17 Uhr, und am Sonntag, 19. Juni, 11 Uhr, wird zu einem Wein- und Erdbeerfest auf den Schulhof und dem dortigen Bereich der Alten Dorfstraße eingeladen. Die Bewirtung übernimmt die Narrengemeinschaft und der KK-Schützenverein. Mit von der Partie sind die Weingüter Moosmann, Nopper und Franz Xaver sowie die Winzergenossenschaft Buchholz / Sexau. Für gute Stimmung sorgt am Samstag um 19 Uhr das „Duo Calypso“.

Am Sonntag beginnt das Fest um 11 Uhr zünftig mit einem Frühschoppenkonzert der „Elztäler Zwietracht“. Um 13 Uhr setzt der Musikverein Buchholz das Unterhaltungsprogramm auf dem Schulhof fort.


Schlepperschau

Eine Schlepperschau mit alten Bulldogs gibt es an beiden Tagen. Wolfgang Mahler, Xaver Ihringen und Klaus Messmer von den Bulldog-Freunde-Buchholz (BFB) rechnen mit etwa 30 alten und seltenen Traktoren aus dem Ort und der näheren Umgebung. Als krönender Abschluss werden alle am Sonntag um 15 Uhr bei einer Schlepperparade in der Alten Dorfstraße von Wolfgang Mahler vorgestellt.